PRESSE |  SERVICE

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WIENERZEITUNG 2011, Christof Habres

Peter Sandbichler: Bei der Arbeit


ORF Kulturjournal, 2011, Sabine Oppolzer
Peter Sandbichler

 

DER STANDARD 2011, Christa Benzer

Ricarda Denzer

 

FALTER 2011, Nina Schedlmayer

Ricarda Denzer

 

artmagazine 2011, Nina Schedlmayer

Sofia Goscinski: head in the closet

 

WIENERZEITUNG 2011, Christof Habres

Sofia Goscinski: Porno im Spiegel und
Liebe in der Garage

 

fair 2011, Brigitte Felderer

Unfaßbare Bilder - Zur Installation „naked eye“ von Sylvia Eckermann

 

artmagazine 2011, Walter Seidl

Sylvia Eckermann: Naked Eye

 

DER STANDARD 2010, Christa Benzer

Sylvia Eckermann: Naked Eye

 

DER STANDARD 2010, Anne Katrin Feßler

Per Autostopp zum Prado nach Madrid

 

Die Presse 2010, Almuth Spiegler

Ein Handwerker mit Kunstvogel

 

Kunstforum international 2005, Dieter Buchhart

Nin Brudermann NASD Projekt Fledermaus


kunst.investor 2004, Susanne Kritzer
Sammlung Bernsteiner


Wiener Zeitung EXTRA 2004
Nina Schedlmayer
Liebhaber der Vielfalt


Springerin 1/99, Patricia Grzonka
Judith Fischer: Snow White.
Christian Hutzinger: Mild


Schöner Wohnen Österreich 10/98
Aus Liebe zur Kunst

 

 

artmagazine 21. 04. 11


Kunstraum Bernsteiner


Sofia Goscinski - head in the closet
23.03.11 bis 08.05.11


Liebesmüh im Triptychon


Die Liebe kann eine Qual sein: Sofia Goscinski wiederholte die Wortfolge „I love you“ so lange, bis sie nicht mehr konnte. Das Ergebnis ihrer amourösen Selbstgeißelung, auf Video aufgenommen, zerlegte sie in seine einzelnen Worte und projiziert in ihrer Ausstellung im Kunstraum Bernsteiner die so entstandenen Bilder als Triyptychon auf die Wand – drei düstere Selbstporträts, die immer zwingender, beschwörender, erschöpfter sprechen, schlucken, fast schluchzen. Die düstere Lichtsituation – teilweise filmte sich Goscinski durch ein Nachtsichtgerät – verstärkt den Eindruck der Peinigung, die Nahaufnahme die Intensität des Bildes. Am Ende des Loops bleibt nur noch das Video, in dem sie „I“ stammelt, übrig, das „Du“ und die „Liebe“ sind verschwunden.
Ihre ebenso präzise wie verstörende Liebes-Metapher positionierte Goscinski in einem düsteren Schuppen; gegenüber setzt der ausgeweißte Hauptraum mit zwei weiteren, formal clean erscheinenden, Arbeiten einen hellen Kontrapunkt. Für die Arbeit „XXX“ druckte Goscinski 375 Begriffe aus dem Genre der Internet-Pornografie auf Spiegel-Rechtecke und offenbart damit die erstaunliche Komplexität dieser Terminologie. Da gibt es „pleasure balls“ und „wonder sticks“, die poetische „golden shower“ und den pragmatischen „titjob“, das heitere „knife play“ und die nur noch Insidern verständlichen Akronyme „WAM“ oder „ATM“. Aus den Spiegeln formt Goscinski ein Raster, jedoch stoßen die Kanten nicht exakt gleichmäßig aufeinander, sondern unregelmäßig – dementsprechend betrachtet sich auch das Publikum gebrochen. Die Spiegelung wirkt dabei allerdings etwas dick aufgetragen; die Assoziation zwischen Pornografie und Voyeurismus hätte man auch ohne diesen expliziten Hinweis hingekriegt.


Eine ähnliche Spannung zwischen Sauberkeit und Körperflüssigkeiten inszenieren die zwei glänzend weiße, funkelnagelneue Klomuscheln – eine in üblicher Position, eine verkehrt in Kopfhöhe an die Wand geschraubt – zwischen die man sich selbst platzieren kann; die Intention, auf diese Weise Ekel hervorzurufen, geht jedoch nicht ganz auf; da hätte es eines abgestunkenen Equipments bedurft. Wie bei manchen von Erwin Wurms Arbeiten wirkt auch hier die dazugehörige Zeichnung stärker als ihre Ausführung.
Dennoch: Obwohl nur drei Arbeiten präsentiert werden, ist eine dichte, komplexe Schau gelungen.


Nina Schedlmayer


Zum Artikel: http://www.artmagazine.cc/content53647.html

 

Detail aus Sofia Goscinski Spiegel-Installation 'XXX' (2011). Foto: Kunstraum Bernsteiner