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Performances

Archiv Halle pfeil

Ve.Sch E.Lab 03 14.08. 2008, 22:00h, Schikanedergasse 11/3 1040 Wien


peter szely boris kopeinig : electronics_quattrophonic soundarchitecture & visuals


                    




peter szely
: electronics_quattrophonic soundarchitecture    www.szely.org

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Peter Szely  has a background in sound art and installation work, his solo releases engage with commercial pop and rock within the context of electronic experimentation. He describes his methodology as field recording."  WIRE/GB/2007

Szely pendelt durch Pop, Geräusch und Elektronik jederzeit lückenlos, geschmeidig und überraschungsreich. SPEX/AT/2008

Here comes this gem from Peter Szely. Szely's music is immaculately calibrated - minimal, for sure, but every sonic event is a subtle pleasure, perfectly processed, ushered gracefully to its rightful place in the stereo spectrum. WIRE/GB/2004 Wie ein endloser Zug rollt das neue Album von Szely an uns vorbei. Lange habe ich kein Album mehr gehört, das seine Kraft so leise und sanft verpackt. Für ihn ist alles nur Sound, und das ist gut so. Der gleichberechtigte Umgang mit allen Zutaten macht dieses Album zu einer Überraschung. DE BUG/D/2007



boris kopeinig : testrun 3


"testrun 3" hist eine visuelle live performance im spannungsfeld von software art, clubvisuals, techno und sexculture.

das projekt schliesst an arbeiten wie "club.ware" www.clubware.net und "text loops" boris.kopeinig.net/n/ an. die arbeit mit computer gesteuerten wortsequenzen, die verknüpfung rhythmischer strukturen und (dis)assoziativer textabfolgen wird in live situationen weiter erprobt.
technisch betrachtet ist "testrun x" eine software (patch), die es ermöglicht, textbausteine in echtzeit zu editieren und zu "mixen". als weiterentwicklung von "club.ware", wo einzelne "word samples" zeitlich arrangiert werden, bezieht "testrun x" seine dynamik aus der verwendung komplexerer textbausteine.
die arbeit ist seit dem ersten "testlauf" von einem starken, eigenen grundrhythmus geprägt, der sich aus dem speziellen algorithmus zur darstellung von zeichenketten ableitet: die anzahl der buchstaben (elemente) bestimmt die dauer (frames, zeiteinheiten), die ein wort (zeichenkette, string) am bildschirm angezeigt wird.
die algorithmische (un)logik und die eingriffe in der live situation erzeugen unterschiedliche programmabläufe: jedesmal ist ein anderer mix zu sehen. ein häufiges missverständniss äussert sich im versuch die texte zu lesen – ein hybrides format ist jedoch auch ein angebot zu hybriden betrachtungsweisen.
die textbausteine entstehen über sehr lange zeiträume, ein kontinuierliches sammeln (sampling), reformatieren und neukombinieren von sprache aus unterschiedlichsten quellen, gefundene und selbstgetextete zeichenketten werden zur weiterverarbeitung abgespeichert. "word processing" ohne die absicht zu einem ende zu finden bzw eine abgeschlossene form anzunehmen.
ein aktueller block beschäftigt sich mit dem beschleunigten umbau des internet von einer "temporären autonomen zone" in einen dystopischen alptraum, von einem emanzipatorischen raum in eine user 2.0 verschönerte (selbst)kontrollmaschinerie. das motiv der kommunikations und netzwerkstrukturen findet sich in vielen textbausteinen wieder. besonder in den blöcken, die aus der beschäftigung mit körper, nervensystem und der verknüpfung elektrochemischer und elektronischer systeme heraus entstehen.


vielen dank an christina goestl www.clitoressa.net für laptop, fotoapparat und video-mitschnitt.