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peter szely : electronics_quattrophonic
soundarchitecture www.szely.org
"Peter Szely
has a background in sound art and installation work, his solo releases
engage with commercial pop and rock within the context of electronic
experimentation. He describes his methodology as field recording." WIRE/GB/2007
Szely pendelt durch Pop, Geräusch und Elektronik jederzeit lückenlos,
geschmeidig und überraschungsreich. SPEX/AT/2008
Here comes this gem from Peter Szely. Szely's music is immaculately
calibrated - minimal, for sure, but every sonic event is a subtle
pleasure, perfectly processed, ushered gracefully to its rightful
place in the stereo spectrum. WIRE/GB/2004 Wie ein endloser
Zug rollt das neue Album von Szely an uns vorbei. Lange habe ich kein
Album mehr gehört, das seine Kraft so leise und sanft verpackt.
Für ihn ist alles nur Sound, und das ist gut so. Der gleichberechtigte
Umgang mit allen Zutaten macht dieses Album zu einer Überraschung.
DE BUG/D/2007
boris kopeinig
: testrun 3
"testrun 3" hist eine visuelle live performance im spannungsfeld
von software art, clubvisuals, techno und sexculture.
das projekt schliesst an arbeiten wie "club.ware" www.clubware.net
und "text loops" boris.kopeinig.net/n/
an. die arbeit mit computer gesteuerten wortsequenzen, die verknüpfung
rhythmischer strukturen und (dis)assoziativer textabfolgen wird in
live situationen weiter erprobt.
technisch betrachtet ist "testrun x" eine software (patch),
die es ermöglicht, textbausteine in echtzeit zu editieren und
zu "mixen". als weiterentwicklung von "club.ware",
wo einzelne "word samples" zeitlich arrangiert werden, bezieht
"testrun x" seine dynamik aus der verwendung komplexerer
textbausteine.
die arbeit ist seit dem ersten "testlauf" von einem starken,
eigenen grundrhythmus geprägt, der sich aus dem speziellen algorithmus
zur darstellung von zeichenketten ableitet: die anzahl der buchstaben
(elemente) bestimmt die dauer (frames, zeiteinheiten), die ein wort
(zeichenkette, string) am bildschirm angezeigt wird.
die algorithmische (un)logik und die eingriffe in der live situation
erzeugen unterschiedliche programmabläufe: jedesmal ist ein anderer
mix zu sehen. ein häufiges missverständniss äussert
sich im versuch die texte zu lesen – ein hybrides format ist
jedoch auch ein angebot zu hybriden betrachtungsweisen.
die textbausteine entstehen über sehr lange zeiträume, ein
kontinuierliches sammeln (sampling), reformatieren und neukombinieren
von sprache aus unterschiedlichsten quellen, gefundene und selbstgetextete
zeichenketten werden zur weiterverarbeitung abgespeichert. "word
processing" ohne die absicht zu einem ende zu finden bzw eine
abgeschlossene form anzunehmen.
ein aktueller block beschäftigt sich mit dem beschleunigten umbau
des internet von einer "temporären autonomen zone"
in einen dystopischen alptraum, von einem emanzipatorischen raum in
eine user 2.0 verschönerte (selbst)kontrollmaschinerie. das motiv
der kommunikations und netzwerkstrukturen findet sich in vielen textbausteinen
wieder. besonder in den blöcken, die aus der beschäftigung
mit körper, nervensystem und der verknüpfung elektrochemischer
und elektronischer systeme heraus entstehen.
vielen dank an christina goestl www.clitoressa.net
für laptop, fotoapparat und video-mitschnitt.
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